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Martha Maier, geb. Wolff


Goethestr. 43

Geburtsdatum:
14.06.1910
Geburtsort:
Karlsruhe
Todesdatum:
25.11.1941
Todesort:
Kaunas
Opfergruppe:
Als Jüdinnen und Juden Verfolgte
Form:
Erinnerungszeichen (Stele)
Anbringung:
24.06.2027

Martha (auch Marta) Wolff war am 14. Juni 1910 in Karlsruhe als Tochter des Fabrikanten Moses Wolff und seiner Frau Regina geboren worden. Sie lebte seit 1917 in München und arbeitete unter anderem als Näherin sowie Verkäuferin. Am 9. August 1939 brachte sie ihren Sohn Israel zur Welt. Der Vater des Kindes ist nicht bekannt. Der kleine Israel lebte seit September 1939 im Jüdischen Kinderheim in der Antonienstraße 7. Am 23. November 1940 heiratete sie Herbert Maier aus Odenwald. Im April 1941 zog Herbert Maier zu seiner Frau Martha in die Reichenbachstraße 27.
Wenige Monate später, am 20. November 1941, deportierte die Gestapo Herbert und Martha Maier und den zweijährigen Israel gemeinsam mit rund 1000 weiteren jüdischen Münchnerinnen und Münchnern nach Kaunas. Dort wurden sie fünf Tage später erschossen.
Auch Herbert Maiers Eltern überlebten die Shoah nicht: Sein Vater Max Maier wurde im Konzentrationslager Majdanek ermordet, seine Mutter Jeanette Maier in der „Euthanasie“-Tötungsanstalt Hadamar. (Text Christiane Fritsche)